| |
 |
|
 |
Sexuelle OrientierungUnter der "sexuellen Orientierung" meint man in der Sexualmedizin das bevorzugte Geschlecht des Sexualpartners/der Sexualpartnerin. Man kann auf Männer (Androphilie) oder auf Frauen (Gynäphilie) orentiert sein.
Störungen der sexuellen Orientierung subsummieren sich unter das Kapitel "Störungen der sexuellen Entwicklung". Sie sind sehr häufig. Die Praevalenz beträgt bei Männern und Frauen, in allen Gesellschaftsschichten, unabhängig vom sozialen Rang und der Erziehung etwa 10%. Landläufig meint man damit das Phaenomen der Homosexualität, wenn also jemand nicht auf das andere Geschlecht "orientiert" ist, sondern auf das eigene.
Die (versuchte) Behandlung im Sinne einer "Heilung" ist nicht möglich und nicht erforderlich, weil ihnen der Krankheitscharakter fehlt. Sie gelten zwar als "Störungen", wegen des fehlenden Leidensdruckes aber nicht als Krankheit. Werden trotzdem Heiltherapien begonnen, richten sie mehr Schaden an als sie helfen können. Die Behandlung von "Störungen der sexuellen Orienterung" ist daher ein schwerer ärztlicher Kunstfehler.
Dennoch kann ein erfahrener Therapeut helfen. Viele junge Männer oder Frauen sind in der Phase ihrer sexuellen Entwicklung, wenn sie merken, dass sie anders ticken als die Meisten, verunsichert und vulnerabel (verletzlich). Die sich anbietenden Gesprächspartner sind meistens nicht in der Lage eine fachlich fundierte Hilfe anzubieten. Der Sexualtherapeut entwickelt Strategien, wie mit der meist unerwarteten Situation umgegangen werden kann.
Die Entwicklung von "Coming-Out-Strategien" ist Sache des Sexualmediziners/therapeuten.
|